WTF is Grunge?

Granschi, Kransch, Grängi oder doch Grönsch? Niemand weiss wie das englische Wort Grunge ausgesprochen wird oder was es bedeutet. Zur Aufklärung: Es ist ein Musikgenre. Der Sänger Neil Young brachte das Musikgenre ins Rollen und wird heute noch Godfather of Grunge genannt. Der früh verstorbene Kurt Cobain ist aber wohl der bekannteste Vertreter des Grunge.
Der dreckige Grunge
Grunge bedeutet wörtlich übersetzt «schmuddelig» und wird /ɡrʌndʒ/ ausgesprochen. Manchmal bezeichnet man das Musikgenre auch als «Seattle-Sound». Es hatte den Ursprung in Seattle (Washington) und deshalb der Name. Dieser Musikstil enthält sehr simple Elemente: aggressive Gitarren und einfache Strukturen. Grunge war zugleich kreative Selbstreflexion. Sie äusserte sich durch die Art der Musik, der Texte, der Kleidung und der Ablehnung des Mainstreams. «Grunge» war auch eine Subkultur in den 1980er. Entstanden ist diese in Washington. Die erste Grunge-Bewegung drehte sich um das Plattenlabel Sub Pop und die Underground-Musik. In den ersten Jahren der Neunziger wurde der Grunge berühmter und viele Grungebands unterzeichneten wichtige Plattenverträge. Eine Grungeband war Nirvana. Kurt Cobain, der Leadsänger wird heute noch als Grunge-Ikone bezeichnet.
Godfather of Grunge Neil Young
Mit der Band CSN wurde der Kanadier Neil Young zur Woodstock-Legende. Zusammen waren sie die Kings des Folk-Rocks-Genre. Seinen Durchbruch hatte er aber 1970 mit seinem zweiten Soloalbum «Everybody Knows This Is Nowhere». Später kam «Harvest» hinzu mit seinem bekanntesten Hit «Heart of Gold». Der Kanadier wurde zum Superstar. Sein Gemütszustand verändert sich mit der Zeit und so auch die Inhalte seiner Songs. Sie wurden sehr melancholisch und düster. 1977 fand Young wieder in seine gewohnte Form zurück und stellte das neue Album «Rust Never Sleeps» vor. Der Grunge wurde eingeläutet und weitere Erfolge folgten. Der Nirvanastar Kurt Cobain bezeichnete Young als Haupt-Inspirationsquelle für seine Musik. Daher auch der Name Godfather of Grunge.
«Smells like the only Nirvana Song you know» 😉
Kurt Cobain war der Leadsänger der Band Nirvana. Die Sex Pistols und die Ramones waren die Vorbilder von Cobain. 1987 gründete er zusammen mit Krist Novoselic die Band Nirvana. Später kam der heutige Foo Fighter Sänger Dave Grohl hin zu. Zu Beginn spielten die Jungs in kleinen Clubs. Als sie das Album Nevermind herausbrachten, kam der grosse Erfolg und Cobain wurde zur Grunge-Ikone. Durch dieses Album wurden auch andere Grunge-Gruppen bekannt wie Pearl Jam, Alice in Chains oder Soundgarden. Der Grunge wurde gesellschaftstauglich und Nirvana zum Aushängeschild des alternativen Rockgenre. Der Sänger hasste es aber im Mittelpunkt zu stehen und wollte nur Musik machen.
«Smells Like Teen Spirit» aus Nevermind ist der bekannteste Song von der Band. Er gilt heute noch als Hymne der Rockmusik.
Cobain nahm mit den Jahren immer mehr Drogen und er geriert in eine Heroinsucht. Am 5.April 1994 verstarb der 27-Jährige. Drei Tage später wurde er vom einem Elektriker tot aufgefunden. Neben ihm lagen eine Spritze und eine Schrotflinte. Auch wenn Kurt Cobain es nie hören wollen würde, er war und bleibt die grösste Legende des Grunge.
Der Grunge heute
Vom Grunge ist in Seattle nicht mehr viel übrig geblieben. Der Garagenanbau, indem Kurt Cobain verstorben ist, steht schon lange nicht mehr. Die Nirvana Fans ehren aber heute noch die Grunge-Legende. Die Parkbank neben der ehemaligen Garage ist eine beliebte Pilgerstätte für Fans. Liebesbriefe, Bilder, Blumen und sonstige Dinge liegen auf der Bank. Mit weissem Eding steht «It’s better to burn out, than to fade away.» Dieses Neil Young Zitat stand im Abschiedsbrief von Cobain. Mit dem Tod von Kurt Cobain ist auch ein Teil Grunge verschwunden. Doch Bands wie Pabst aus Berlin, Hathors aus der Schweiz oder die amerikanischen Metz sind heute noch inspiriert vom kratzigen Sound.
Die bekanntesten Grunge-Bands heute sind Pearl Jam, Soundgarden und Alice in Chains.
In stillen Gedenken an Kurt Cobain. Kurt I miss you! ❤
Titelfoto by Jose Antonio Gallego Vázquez on unsplash